Lernen lernen: Die DSBA macht sich auf den Weg zum Churer Modell

LERNEN LERNEN: DIE DSBA MACHT SICH AUF DEN WEG ZUM CHURER MODELL

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Aktuelles 19 Oktober 2026

Lernen lernen: Die DSBA macht sich auf den Weg zum Churer Modell

Mehr Selbstständigkeit, mehr Eigenverantwortung und mehr Freude am Lernen: An der Deutschen Schule der Borromäerinnen Alexandria (DSBA) beginnen die ersten Schritte zur Umsetzung des Churer Modells. In zwei Modellklassen der Grundschule und der Klasse 10 a und b setzen wir erprobte Formen der Unterrichtsgestaltung um, die auf bewährten Erfahrungen unserer Schule aufbauen und unsere Schülerinnen noch besser auf ihre Zukunft vorbereiten.

Bewährtes weiterentwickeln und neue Wege gehen
Kooperative Lernformen gehören an der DSBA bereits seit Langem zum Unterrichtsalltag. Gruppenarbeiten, Partnerarbeiten und Phasen selbstständiger Einzelarbeit sind unseren Schülerinnen vertraut. Mit dem Churer Modell entwickeln wir diese bewährten Ansätze gezielt weiter: Sie werden zu einem festen Bestandteil der Unterrichtsgestaltung und eröffnen den Schülerinnen mehr Möglichkeiten, ihren eigenen Lernprozess aktiv mitzugestalten.
Im Mittelpunkt steht dabei eine zentrale Frage: Wie können wir unsere Schülerinnen noch besser darin unterstützen, selbstständig zu denken, Probleme zu lösen und Verantwortung für das eigene Lernen zu übernehmen?
Denn erfolgreiches Lernen bedeutet weit mehr, als Wissen auswendig zu lernen und wiederzugeben. Entscheidend ist, Zusammenhänge zu verstehen, Fragen zu stellen, eigene Lösungswege zu entwickeln und auch bei schwierigen Aufgaben nicht aufzugeben. Gerade die Kreativität und Findigkeit, die viele unserer Schülerinnen bereits mitbringen, möchten wir gezielt stärken und weiterentwickeln.
Mehr Freiheit beim Lernen – gleichbleibende Anforderungen
Das Churer Modell eröffnet den Schülerinnen innerhalb eines klaren pädagogischen Rahmens mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Auf der Grundlage der Aufgaben und Lernziele, die die Lehrkraft vorgibt, können sie Schritt für Schritt zunehmend selbst entscheiden, wie sie arbeiten möchten: allein, mit einer Partnerin oder in einer Gruppe. Auch ihr eigenes Arbeitstempo können sie besser berücksichtigen und dabei lernen, ihre Zeit und ihre Aufgaben sinnvoll einzuteilen.
Dabei bleiben die fachlichen Anforderungen unverändert. Die zu vermittelnden Inhalte, die angestrebten Kompetenzen und die Prüfungsstandards ändern sich nicht. Es geht also nicht darum, weniger zu lernen oder die Anforderungen abzusenken. Vielmehr sollen die Schülerinnen auf unterschiedlichen Wegen dieselben Lernziele erreichen und dabei zunehmend selbstständiger werden.
Die Lehrkraft bleibt dabei eine zentrale Bezugsperson. Sie plant den Unterricht, stellt die Aufgaben, vermittelt Wissen, beobachtet die Lernfortschritte und begleitet die Schülerinnen eng bei ihrem Lernprozess. Sie gibt Rückmeldungen, berät, unterstützt bei Schwierigkeiten und bietet dort Hilfestellung an, wo sie benötigt wird. So entsteht ein Unterricht, in dem selbstständiges Arbeiten und persönliche Begleitung sinnvoll ineinandergreifen.
Kompetenzen für die Zukunft
Selbstständigkeit, Eigenverantwortung, Teamfähigkeit und die Fähigkeit, Probleme kreativ zu lösen, sind heute wichtiger denn je. In der Oberstufe gewinnen diese Kompetenzen weiter an Bedeutung. Spätestens im Studium und im späteren Berufsleben sind sie unverzichtbar.
Wer gelernt hat, sich selbst zu organisieren, Informationen kritisch zu hinterfragen, unterschiedliche Lösungswege zu prüfen und mit anderen zusammenzuarbeiten, ist gut auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet.
Das Churer Modell unterstützt unsere Schülerinnen dabei, diese Fähigkeiten Schritt für Schritt zu entwickeln. Sie übernehmen mehr Verantwortung, treffen begründete Entscheidungen und erfahren, dass sie ihren eigenen Lernerfolg aktiv beeinflussen können. Gleichzeitig lernen sie, ihre Arbeit zu reflektieren, ihre Stärken einzusetzen und mit Schwierigkeiten konstruktiv umzugehen.
Damit knüpfen wir an viele gute Erfahrungen an, die unsere Lehrerinnen und Lehrer bereits im bisherigen Unterricht gesammelt haben. Es geht nicht um einen vollständigen Neuanfang, sondern um eine gezielte Weiterentwicklung unserer pädagogischen Arbeit.
Die ersten Schritte in zwei Modellklassen
Um das Churer Modell praxisnah einzuführen, haben wir zunächst zwei Modellklassen ausgewählt: zwei Klassen der Grundschule und die Klasse 10. In diesen Klassen wurden die Sitzordnungen und die Raumgestaltung bereits so verändert, dass unterschiedliche Lern- und Arbeitsformen besser möglich sind. Das ist zunächst nur ein erster Baustein.
Die Schülerinnen sollen erfahren, wie sie innerhalb der vereinbarten Regeln selbstständig arbeiten, Entscheidungen treffen und ihre Aufgaben organisieren können. Gleichzeitig sammeln unsere Lehrkräfte wichtige Erfahrungen damit, wie sich die neuen Lernformen im Schulalltag umsetzen lassen.
Besonders wertvoll ist dabei, dass in den Modellklassen auch Lehrkräfte unterrichten, die bereits Erfahrungen mit dem Churer Modell gesammelt haben. Sie haben entsprechende Ansätze schon zuvor in ihren Unterricht integriert und können ihre Erfahrungen nun weitergeben. So entstehen konkrete Beispiele aus der schulischen Praxis, an denen sich auch Kolleginnen und Kollegen orientieren können.
Die Einführung wird durch Fortbildungen begleitet. Unsere Lehrkräfte haben sich bereits mit dem Konzept auseinandergesetzt und andere Schulen besucht, die mit dem Churer Modell arbeiten, sowohl in Deutschland als auch beispielsweise in Addis Abeba. Die dort gewonnenen Eindrücke und Erfahrungen fließen in die weitere Entwicklung an der DSBA ein.
Die Modellklassen dienen damit nicht nur dazu, neue Unterrichtsformen zu erproben. Sie sollen auch zeigen, wie sich das Konzept unter unseren schulischen Bedingungen sinnvoll umsetzen lässt und welche Erfahrungen für die weitere Einführung besonders wichtig sind.
Das neue Schulgebäude als Chance
Die Weiterentwicklung unseres Unterrichts steht in engem Zusammenhang mit dem Neubau der DSBA. Das neue Schulgebäude wurde von Beginn an so geplant, dass es die pädagogischen Grundgedanken des Churer Modells unterstützt. Die Gestaltung der Räume bietet die notwendigen Möglichkeiten, unterschiedliche Lernformen umzusetzen und den Unterricht flexibel zu organisieren. Dort gibt es viel Platz und Gruppenräume.
Lernbereiche, Sitzmöglichkeiten und Raumstrukturen sollen dazu beitragen, dass die Schülerinnen je nach Aufgabe und Lernphase passende Arbeitsformen nutzen können. Die Lernumgebung wird damit zu einem wichtigen Bestandteil des pädagogischen Konzepts.
Der Umzug in das neue Schulgebäude ist für das Jahr 2027 vorgesehen. Derzeit werden die letzten Arbeiten auf der Baustelle ausgeführt, während die konkreten Planungen für den Umzug der gesamten Schule voranschreiten. Mit dem Einzug eröffnet sich die Möglichkeit, die räumlichen Voraussetzungen und die pädagogische Arbeit noch enger miteinander zu verbinden.
Schulträger und Lehrkräfte haben sich bereits frühzeitig dafür entschieden, das Churer Modell als Grundlage für die Unterrichtsgestaltung im neuen Gebäude vorzusehen. Die jetzige Erprobung in den Modellklassen ist deshalb ein wichtiger Schritt: Wir sammeln Erfahrungen, entwickeln unsere Praxis weiter und bereiten uns gemeinsam auf die Arbeit in der neuen Lernumgebung vor.
Gemeinsam auf dem Weg
Die Einführung des Churer Modells verstehen wir als einen Entwicklungsprozess, den wir Schritt für Schritt gestalten. Die Erfahrungen aus den Modellklassen werden uns helfen, erfolgreiche Ansätze weiterzugeben und die Unterrichtsgestaltung an unserer Schule kontinuierlich zu verbessern.
Unser Ziel ist es, die bewährte Qualität des Unterrichts an der DSBA zu erhalten und zugleich neue Möglichkeiten zu schaffen, damit unsere Schülerinnen noch aktiver, selbstständiger und nachhaltiger lernen können.
Wir möchten sie darin bestärken, nicht nur Antworten zu finden, sondern auch die richtigen Fragen zu stellen. Sie sollen lernen, eigene Ideen zu entwickeln, Herausforderungen anzunehmen und kreative Lösungen zu erarbeiten. Denn genau diese Fähigkeiten brauchen sie, um ihren Bildungsweg erfolgreich zu gestalten und die Zukunft selbstbewusst mitzugestalten.
Mit den ersten Schritten in der Grundschule und der Klasse 10 haben wir diesen Weg begonnen. Gemeinsam mit unseren Lehrkräften, unseren Schülerinnen und dem Schulträger wollen wir ihn konsequent weitergehen, mit dem Ziel, Lernen an der DSBA noch lebendiger, wirksamer und zukunftsorientierter zu gestalten.

Learning How to Learn: DSBA Embarks on the Chur Model

Greater independence, more personal responsibility and a greater enjoyment of learning: The German School of the Borromean Sisters in Alexandria (DSBA) is taking its first steps towards implementing the Chur Model. In two pilot classes in the primary school and in Classes 10a and 10b, we are introducing proven approaches to teaching and learning that build on our school’s established practices and better prepare our students for the future.
Building on What Works and Exploring New Approaches
Collaborative learning has long been part of everyday teaching at DSBA. Group work, paired activities and periods of independent individual work are already familiar to our students. The Chur Model allows us to further develop these established approaches in a systematic way, making them an integral part of classroom practice and giving students more opportunities to take an active role in shaping their own learning.
At the heart of this approach lies a fundamental question: How can we better support our students in thinking independently, solving problems and taking responsibility for their own learning?
Successful learning involves far more than memorising and reproducing information. What matters is understanding connections, asking questions, developing individual approaches to solving problems and persevering when faced with challenging tasks. We want to strengthen and further develop the creativity and resourcefulness that so many of our students already demonstrate.
Greater Freedom in Learning – Unchanged Academic Expectations
The Chur Model gives students greater scope to shape their learning within a clear pedagogical framework. Working towards the tasks and learning objectives set by their teachers, they can gradually take greater responsibility for deciding how they wish to work: independently, with a partner or in a group. They can also take greater account of their individual working pace while learning to organise their time and tasks effectively.
Academic expectations remain unchanged. The content to be covered, the competencies to be developed and the examination standards all remain the same. The aim is not to reduce the amount students learn or lower expectations. Rather, students should be able to reach the same learning objectives through different approaches while becoming increasingly independent in the process.
The teacher remains a central point of reference. Teachers plan lessons, set tasks, impart knowledge, monitor learning progress and provide close guidance throughout the learning process. They offer feedback and advice, support students when difficulties arise and provide assistance wherever it is needed. This creates a learning environment in which independent work and individual guidance complement one another effectively.
Skills for the Future
Independence, personal responsibility, teamwork and the ability to solve problems creatively are more important today than ever before. These competencies become increasingly significant in the upper secondary years and are indispensable for university studies and future professional life.
Students who have learned to organise themselves, question information critically, explore different approaches to solving problems and collaborate with others are well prepared for the challenges of the future.
The Chur Model helps our students develop these abilities step by step. They take on greater responsibility, make informed decisions and discover that they can actively influence their own learning success. At the same time, they learn to reflect on their work, draw on their strengths and deal constructively with difficulties.
In doing so, we are building on the many positive experiences our teachers have already gained through their existing classroom practice. This is not about starting from scratch, but about purposefully developing and enhancing our educational approach.
First Steps in the Pilot Classes
To introduce the Chur Model in a practical and meaningful way, we have initially selected two pilot classes in the primary school and Class 10. In these classes, seating arrangements and classroom layouts have already been adapted to make different forms of learning and working more accessible. This is, however, only the first step in a broader process.
Students are encouraged to discover how they can work independently, make decisions and organise their tasks within agreed guidelines. At the same time, our teachers are gaining valuable experience in implementing these new learning approaches in everyday school life.
An especially valuable aspect is that some of the teachers working in the pilot classes already have experience with the Chur Model. They have incorporated similar approaches into their teaching in the past and can now share their knowledge and practical insights with colleagues. This provides concrete examples from everyday classroom practice that other teachers can draw on and learn from.
The introduction of the model is accompanied by professional development. Our teachers have already explored the concept and visited other schools that work with the Chur Model, both in Germany and, for example, in Addis Ababa. The insights and experiences gained from these visits are informing the further development of the approach at DSBA.
The pilot classes therefore serve not only as an opportunity to test new teaching methods. They also help us determine how the concept can be implemented effectively under our school’s particular conditions and which experiences will be most valuable as we extend the approach further.
The New School Building as an Opportunity
The further development of our teaching practices is closely linked to the new DSBA school building. From the outset, the building was designed to support the educational principles underlying the Chur Model. Its layout provides the space and facilities needed to accommodate different learning approaches and organise lessons flexibly. There will be ample space, including dedicated group rooms.
Learning areas, seating arrangements and the overall spatial design are intended to help students choose suitable ways of working according to the task at hand and the stage of their learning. The learning environment thus becomes an important component of our educational approach.
The move to the new school building is planned for 2027. The final construction work is currently underway, while detailed arrangements for relocating the entire school are progressing. Moving into the new building will allow us to bring the physical learning environment and our pedagogical practice into even closer alignment.
The school sponsor and our teachers made the decision at an early stage to adopt the Chur Model as a foundation for teaching and learning in the new building. The current work in the pilot classes is therefore an important step: we are gaining experience, developing our practice and preparing together for teaching and learning in the new environment.
Moving Forward Together
We see the introduction of the Chur Model as a process of development that we will pursue step by step. The experience gained in the pilot classes will help us share successful approaches and continuously improve teaching and learning across our school.
Our goal is to maintain the established quality of education at DSBA while creating new opportunities for our students to learn more actively, independently and effectively over the long term.
We want to encourage our students not only to find answers, but also to ask the right questions. They should learn to develop their own ideas, embrace challenges and find creative solutions. These are precisely the abilities they need to succeed in their educational journeys and to shape the future with confidence.
With the first steps in the primary school and Class 10, we have begun this journey. Together with our teachers, our students and the school sponsor, we intend to continue moving forward with determination, with the aim of making learning at DSBA even more engaging, effective and future-oriented.

Findo – Ihr digitaler DSBA-Assistant
"Hallo! Ich bin Findo. Fragen Sie mich –
ich finde die passenden Informationen für Sie."
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