An der Deutschen Schule der Borromäerinnen Alexandria wird die Stimme der Schülerinnen geschätzt! Jedes Jahr wird unsere Schülervertretung neu gewählt, damit Schülerinnen aktiv am Schulleben mitwirken und eine starke Kommunikation zwischen Lehrkräften und Klassenkameradinnen aufgebaut werden kann.
Jede Klasse wählt zwei Klassensprecherinnen, die als Bindeglied zwischen ihren Mitschülerinnen und dem Lehrerkollegium fungieren. Sie bringen Ideen, Anliegen und Feedback weiter und sorgen dafür, dass jede Perspektive gehört wird. Darüber hinaus übernehmen sie Verantwortung bei der Organisation von Klassenaktivitäten und stärken das Gemeinschaftsgefühl.
Unterstützt werden sie von den Stellvertreterinnen, die von der Klassenlehrkraft benannt werden. Sie übernehmen wichtige Aufgaben im Schulalltag, zum Beispiel:
Durch dieses System aus Verantwortung und Zusammenarbeit lernen unsere Schülerinnen frühzeitig die Werte von Führung, Teamarbeit und Verlässlichkeit kennen. Die Schülervertretung stärkt nicht nur die Verbindung zwischen Lehrkräften und Schülerinnen, sondern ermutigt junge Menschen auch dazu, ihre Schule aktiv mitzugestalten.
Wir sorgen für glückliche Gesichter! Wir helfen euch, in schwierigen Situationen Lösungen zu finden! Wir sind immer für euch da, ihr könnt mit euren Sorgen zu uns kommen! Das sind Wir, die Schülerinnen aus den Klassen 7 bis 12, die sich zu
Mediatorinnen/Streitschlichterinnen ausbilden lassen.
Unsere Ziele sind:
– Was ist Mediation?
Mediation (Vermittlung) ist die Bezeichnung für ein Konfliktlöseverfahren, bei dem unparteiische Dritte zwischen Streitparteien vermitteln, wenn diese nicht allein zu einer konstruktiven Lösung kommen. Da Konflikte nur dann längerfristig beigelegt sind, wenn alle am Streit Beteiligten einen Beitrag zur Lösungsfindung leisten, ist es das Ziel von Mediation, eine möglichst einvernehmliche Lösung für den Konflikt zu finden. Dabei ist es die Aufgabe der Mediatoren und Mediatorinnen (Lehrer und Lehrerinnen) beziehungsweise Streitschlichterinnen (Schülerinnen), die Streitparteien bei der konstruktiven Konfliktbearbeitung zu unterstützen, indem sie z.B. den Gesprächsprozess strukturieren und begleiten.
– Warum brauchen wir Mediation an unserer Schule?
Mediation in der Schule stellt eine Erweiterung vorhandener Ansätze zum sozialen Lernen dar. Mediationsprogramme gehören als elementare Bausteine zum Erziehungsauftrag, den die Schule neben dem Bildungsauftrag hat. Um den Erfolg, die Kontinuität und die Längerfristigkeit eines solchen Projekts zu gewährleisten, ist eine vorausschauende Planung bezüglich der Installation unerlässlich. Der Ansatz der Mediation sollte in andere pädagogisch-erzieherische Maßnahmen an der Schule eingebettet werden. Außerdem trägt eine positive unterstützende Einstellung des gesamten Kollegiums zur institutionellen Verankerung der Mediation an der Schule bei. Aufbauend auf den BLI Berichtsempfehlungen und den o.g. Tatsachen entsteht auch an unserer Schule die Notwendigkeit, Mediatoren und Streitschlichter auszubilden und zu etablieren.
– Wie gehen wir vor?
Information und Motivation
Installation des Konzeptes im Schulprogramm
Zur Sicherung der Langzeitperspektive ist die Schaffung von Rahmenbedingungen und die Unterstützung des Kollegiums unerlässlich. Dafür gilt als Voraussetzung ein Grundsatzbeschluss der Schulkonferenz oder der Lehrerkonferenz.
Entscheidung und Zusammensetzung der Streitschlichtergruppe
Schülergruppierungen vertreten sind.
– Arbeitsgemeinschaft Mediation /Streitschlichter
Leiter der Arbeitsgemeinschaft ist der Mediator der Schule. Teilnehmer: Schülerinnen der Klassen 7 bis 10. An einem Methodentag zum Thema Streitschlichter werden den zukünftigen Streitschlichtern die Rahmenbedingungen ihrer Ausbildung, die notwendigen persönlichen Voraussetzungen und Anforderungen bewusst gemacht. Die interessierten Schülerinnen geben einen vollständig ausgefüllten Bewerbungsbogen ab (Termin: Anfang November). Die Basisausbildung der Streitschlichter umfasst wöchentlich zwei Stunden für drei Monate (Termin: Ende Januar). Am Ende der o.g. Phase wählt sich der Mediator zwei besonders engagierte Streitschlichter (möglichst aus der Oberstufe), die ihn bei der Leitung der AG unterstützen.
Mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres nehmen die Streitschlichter ihre Tätigkeit auf. Die Gespräche finden in den Pausen statt. Bei eventuellen Verspätungen zum nachfolgenden Unterricht werden die Lehrer um Verständnis gebeten. Die Streitschlichter werden im täglichen Schulbetrieb für jeden äußerlich erkennbar sein.
Empfehlenswert ist das Verfahren von Klassenpatenschaften nach folgendem Schema:
Es wird eine Liste der Namen der aktiven Streitschlichter und deren Patenklassen erstellt und öffentlich gemacht. Die AG findet 14-tägig, mit den Schwerpunkten Betreuung und Fortbildung der Streitschlichter sowie Besprechung spezieller Probleme statt.
Im jeweils darauf folgenden Schuljahr wird der oben beschriebene Prozess für die neuauszubildenden Streitschlichter wiederholt. Die schon ausgebildeten Streitschlichter werden mit einbezogen, weiterhin betreut und fortgebildet. Nach einem Jahr Tätigkeit in der AG wird ein Austausch mit Streitschlichtern der anderen deutschen Schulen im Land angestrebt. Am Ende eines jeden Schuljahres erfolgt eine schriftliche Evaluation.
An der Deutschen Schule der Borromäerinnen Alexandria findet Lernen nicht nur im Klassenzimmer statt. Mit unserer Initiative „Lernen ohne Grenzen“ teilen Schülerinnen der höheren Klassen ihr Wissen und ihre Fähigkeiten, um jüngere Schülerinnen beim Lernen zu unterstützen.
Engagierte und leistungsstarke ältere Schülerinnen bieten Unterricht an, um schwierige Themen verständlich zu erklären, Lernstrategien zu vermitteln und selbstbewusstes Lernen zu fördern. Diese Unterstützung von Schülerinnen für Schülerinnen stärkt nicht nur die schulischen Leistungen, sondern auch Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein und gegenseitigen Respekt.
Die Teilnahme ist unkompliziert: Interessierte Schülerinnen melden sich über das offizielle Formular an und reichen ihr Zeugnis des vergangenen Schuljahres ein. Nach der Anmeldung können sie in verschiedenen Fächern zusätzliche Erklärungen und individuelle Unterstützung erhalten.
Durch „Lernen ohne Grenzen“ wächst unsere Schulgemeinschaft enger zusammen – ältere Schülerinnen werden zu Mentorinnen, während jüngere die Ermutigung erhalten, die sie für ihren Erfolg brauchen.
Children Help Children (CHC) ist eine von Schülerinnen initiierte Aktion der Deutschen Schule der Borromäerinnen Alexandria (DSBA). Seit 2004 unterstützen unsere Schülerinnen Kinder aus der Müllsiedlung Ezbet El Nachl in Kairo und ermöglichen ihnen so den Schulbesuch sowie eine bessere Zukunft.
Die Idee entstand im Geografieunterricht, als unsere Schülerinnen etwas über das Leben der Familien der sogenannten „Zabbaleen“ erfuhren. Diese Familien leben häufig in einfachen Blechhütten und verdienen ihren Lebensunterhalt durch das Sammeln und Sortieren von Müll. Oft können sie sich Schuluniformen, Buskosten oder sogar grundlegende Schulmaterialien nicht leisten. Viele Kinder werden benötigt, um ihre Eltern bei der Arbeit zu unterstützen, anstatt zur Schule zu gehen.
Aus Mitgefühl wurde Handeln: Gemeinsam mit Partnerschulen in Bayern begannen unsere Schülerinnen, Spenden zu sammeln, um Bildung für rund 50 Kinder möglich zu machen. Heute unterstützen wir dank CHC 62 Kinder und junge Erwachsene – von der Grundschule bis zur Universität – indem wir Kosten übernehmen für:
Das Projekt ist jedoch weit mehr als finanzielle Hilfe. Im Laufe der Jahre entwickelte sich ein Schüleraustauschprogramm, bei dem ägyptische und deutsche Schülerinnen einander besuchen, in Gastfamilien wohnen und sogar die Kinder kennenlernen, deren Schulbildung sie unterstützen. Diese Begegnungen haben nachhaltige Freundschaften und interkulturelles Verständnis entstehen lassen.
CHC wird außerdem von Partnern wie dem Rotary Club Zwiesel-Bayerwald unterstützt, dessen großzügige Hilfe vielen Kindern neue Chancen eröffnet hat.
An der DSBA engagieren sich unsere Schülerinnen von Klasse 6 bis Klasse 10, indem sie regelmäßig zum Projekt beitragen. Diese gemeinsame Verantwortung fördert ein starkes Bewusstsein für Solidarität, Empathie und globales Denken.
Heute ist CHC eine wichtige Lebenshilfe für Kinder in Ezbet El Nachl. Derzeit ist die DSBA die einzige Schule, die diese bedeutende Unterstützung weiterhin fortführt – eine Aufgabe, die wir mit Stolz übernehmen.