Praktikum an der DSBA

PRAKTIKUM AN DER DSBA

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Praktikum an der DSBA

In jedem Jahr hat die DSBA einige Praktikantinnen und Praktikanten, die für wenigstens 3  Monate ihr Schulpraktikum in Alexandria absolvieren. Das Spektrum der Praktikumsplätze  reicht vom Kindergarten über die Grundschule bis zu den Sekundarstufen I und II und  umfasst diverse Fächer.

Die Praktika können zum Bachelor- und Masterstudium  angerechnet werden. Andere Praktikanten sind für den Zeitraum eines halben oder ganzen  Jahres hier, um mit „kulturweit“ Erfahrungen zu sammeln. Dieses Langzeitpraktikum kann  für ein Freiwilliges Soziales Jahr verwendet werden. Die Praktikanten werden an der DSBA  aktiv in das Schulleben integriert.

Schulpraxissemester

Schulpraxissemester

Damit wir geeignete Kandidaten auswählen können, benötigen wir ausführliche  Bewerbungsunterlagen mit genauen Angaben zum Praktikumszeitraum und dem  Praktikumsziel (Verhältnis von Hospitationen und eigenen Unterrichtsstunden, welche  Fächer in welchem Stundenumfang) und einem tabellarischen Lebenslauf. 

Für die Zeit des Praktikums wird dem Praktikanten / der Praktikantin ein erfahrener Lehrer  zur Seite gestellt. Deshalb ist es für uns besonders wichtig, dass Sie uns genau mitteilen,  welche Erwartungen Sie an das Praktikum haben und welche Erfahrungen Sie bereits  besitzen. Sie helfen damit, Fehlbesetzungen zu vermeiden und Ihr Praktikum gut zu  organisieren. 

Praktikanten können gelegentlich mit der Übernahme zusätzlicher Aufgaben, wie  Aufsichten, Begleitung bei Ausflügen oder Mittagsbetreuungen beauftragt werden. Die  Wochenarbeitszeit beträgt in der Regel 20 Unterrichtsstunden und wird nicht vergütet. 

Da wir nur maximal vier Praktikanten in einem Zeitraum betreuen können, bitten wir um  Verständnis für eventuelle Ablehnungen. Lassen Sie sich dadurch nicht entmutigen und  versuchen Sie es im nächsten Jahr noch einmal. 

Bei Fragen zum Praktikum bitte Mail an stellvertreter@dsb-alexandria.de. Die stellvertretende Schulleiterin hilft Ihnen gerne weiter. 

Langzeitpraktikum und FSJ

Langzeitpraktikum und FSJ

Als Praktikant im Rahmen eines Langzeitpraktikums oder eines FSJs ist man  Unterrichtsassistent oder hat die Möglichkeit eine AG zu leiten. Man kann auch  Unterrichtseinheiten anleiten und im Unterricht hospitieren. Der Einsatzbereich des  Praktikanten erstreckt sich dabei über alle Einheiten der Schule, vom Kindergarten bis zur  Oberstufe. 

Ein Praktikum an der DSBA ist auf Eigeninitiative oder mit dem Projekt „kulturweit“ möglich,  für letzteres bewirbt man sich auf der Internetseite von „kulturweit“  

(https://www.kulturweit.de/bewerbung). Das Praktikum mit „kulturweit“ gilt als FSJ. Damit wir  geeignete Kandidaten auswählen können, benötigen wir ausführliche  

Bewerbungsunterlagen mit genauen Angaben zum Praktikumszeitraum und dem  Praktikumsziel und einem tabellarischen Lebenslauf.

Praktikanten können gelegentlich mit der Übernahme zusätzlicher Aufgaben, wie  Aufsichten, Begleitung bei Ausflügen oder Mittagsbetreuungen beauftragt werden. Die  Wochenarbeitszeit beträgt in der Regel 20 – 30 Unterrichtsstunden und wird nicht vergütet. 

Bei Fragen zum Praktikum bitte Mail an stellvertreterin@dsb-alexandria.de. Die  stellvertretende Schulleiterin hilft Ihnen gerne weiter.

Erfahrungsberichte zum Praktikum an der DSBA

Erfahrungsbericht eines Lehramtspraktikanten; Felix Baumert

Im Zeitraum vom 11.09.2017 bis zum 10.10.2017 absolvierte ich ein Praktikum an der  Deutschen Schule der Borromäerinnen in Alexandria. In meinem Fall war dies das erste  Modul des Schulpraxissemesters für das Studium des höheren Lehramts an beruflichen  Schulen, aber auch Praktika anderer Art und in allen Bereichen der Schule sind möglich. 

Zum Land: 

Ägypten hat eine ganz andere Kultur. Die Leute sind sehr herzlich und das Land hat Einiges  zu bieten (Alexandria, Kairo, die Nordküste, Siwa (Wüste),…). Auch wenn man kaum oder  gar nicht arabisch spricht, kommt man Dank Englisch sehr gut zu Recht und in der Schule  und mit den Kollegen wird sowieso deutsch gesprochen. 

Vor dem Praktikum: 

Schon bevor das Praktikum losging, half mir die Schule einige Rahmenbedingungen zu  klären. Dazu zählten vor allem Planung des Praktikums, die Unterkunft und die Fahrt vom  Flughafen zur Unterkunft. Untergebracht war ich im Gästehaus des Pelizäusheims, in dem  sich die dort wohnenden Nonnen großartig um alles kümmerten. Gerade die Lage vom  Pelizäusheim war sehr gut und der Garten ist wunderschön und eine richtige Besonderheit  in Ägypten. Dazu Frühstück, Mittagessen und Abendessen sowie Wäsche waschen  inklusive. Ich war wirklich begeistert von meiner Unterkunft und den dort lebenden Leuten!  Als weitere Unterkunft kann ich auch das Seemannsheim wärmstens empfehlen. In  Alexandria lernte ich am ersten Tag erstmal meine Unterkunft sowie die nähere Umgebung  kennen. Dabei halfen mir auch die Nonnen sehr, die unter anderem den Schulweg mit mir  abgingen und mir auch die Schule zeigten. 

Das Praktikum: 

Die erste Woche sieht bei allen Praktikanten sehr ähnlich aus. Um die Schule, ihren Aufbau  und das gesamte drum herum erstmal kennenzulernen, begleitet man die ersten Tage nicht  Lehrer sondern Klassen. Es wird dabei zum einen versucht die Klassen verstärkt zu  begleiten bei denen man später auch eingesetzt wird (in meinem Fall die FOS) um diese  schon kennenzulernen, zum anderen wird versucht kleine Einblicke in alle anderen  Bereiche der Schule (Gymnasium, Grundschule,…) und auch andere Fächer zu geben.  Anschließend begleitet man jeweils einen Tag die Lehrer die einen für den Zeitraum des  Praktikums betreuen. Man begleitet nicht nur eine Lehrperson sondern mehrere, um zum  einen andere Lehrmethoden kennenzulernen und zum anderen um die Lehrer zu entlasten.  In einem dritten Schritt wird ein eigener Stundenplan erstellt. Hierbei kann sehr auf die  eigenen Wünsche eingegangen werden. Sehr schnell geht es dann von passiv hospitierten  zu teilweise aktiv und aktiv hospitierten Unterrichtsstunden. Dabei hatte ich dauerhaft das  Gefühl unterstützt zu werden und spürte das Vertrauen der anderen Lehrer. Über meine  betreuenden Lehrer hinaus hatte ich das Gefühl in einem guten Lehrerkollegium gelandet  zu sein. Alle waren sehr herzlich, man konnte mit jedem gut reden und auf Wunsch den  Unterricht besuchen. Auch in der Freizeit unternahm man einiges miteinander. Neben den eigenen Fächern kann ich nur empfehlen sich auch AGs anzuschauen und bei  Veranstaltungen aller Art mitzumachen, die angeboten werden. 

Nach dem Praktikum: 

Rechtzeitig wurde schon das Ende des Praktikums vorbereitet. Dokumente, Taxi buchen,  Kosten für verschiedenen Sachen und vieles mehr wurden besprochen und erledigt. Man  nahm sich viel Zeit zu reflektieren, was gut und was weniger gut ablief, um kommenden  Praktikanten noch besser entgegen kommen zu können und sich selbst zu verbessern. Für  mich war das Praktikum eine große Bereicherung. 

Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung unter Baumert@web.de. Felix Baumert

Meine Erfahrung mit "kulturweit"; Sophia Steinbacher (2018)

In meinem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) an der DSBA wurde ich vielfältig  eingesetzt. Von Kindergarten und Vorschule bis Schulband (8.-12. Klasse)  war somit ziemlich viel vertreten. Größtenteils war ich in der Grundschule im  Deutsch-, Mathematik- und Musikunterricht. Dabei habe ich recht viel  hospitiert, aber auch in vielen Klassen (u.a. projektweise) aktiv im Unterricht  mitgewirkt. So habe ich zum Beispiel kleine Gruppen aus der Klasse  genommen und mit ihnen dasselbe gemacht, was im Unterricht behandelt  wurde. Im Musikunterricht habe ich z.B. Xylophonunterricht gehalten oder  auch das Weihnachtsoratorium behandelt. Sowohl die Schulband als auch  den Kinderchor habe ich mit angeleitet, letzteres jedoch nicht allein. Anfangs  war ich auch Mitglied des Kammerchors der DSB. All diese Arbeit hat mir sehr  bei der Suche nach meinem möglichen zukünftigen Beruf geholfen. Von „kulturweit“, dem Projekt, mit dem ich hier bin, gibt es auch ein  Zwischenseminar. Dieses fand in meinem Fall in Hammamet, Tunesien statt.  Dort traf ich im November 2017 auf 9 andere Freiwillige aus Tunesien,  Jordanien, Palästina und auch aus Ägypten. Dieses Zwischenseminar geht 5  Tage lang und geht spezieller auf die jeweiligen Kulturkreise ein, in denen  sich die jeweiligen Länder befinden. Außerdem werden und wurden wir  Freiwilligen darin unterstützt, eigene Projektideen zu entwickeln. Neben  diesem Zwischenseminar gibt es auch ein Vor- und Nachbereitungsseminar,  die beide für alle Freiwilligen des aktuellen Jahrgangs (weltweit, aber alle vom  Projekt „kulturweit“) am Werbellinsee bei Berlin stattfinden. 

In meiner Freizeit habe ich häufig etwas mit Kollegen oder Freunden  unternommen. Da Alexandria für seine Kaffee-Kultur bekannt ist, war ich  häufig in Kaffees. Da aber insbesondere mit AG‘s der Schultag recht lang war,  war ich meist recht ausgelaugt nach der Arbeit und brauchte erst mal eine  Pause. Dennoch habe ich hier sehr viele nette Menschen kennengelernt, mit  denen ich auch viel in meiner Freizeit machte. 

Wenn man ein Auslandsjahr in Alexandria beziehungsweise Ägypten im  Allgemeinen machen möchte, muss man fest damit rechnen, dass man von  vornherein aus seiner Komfortzone gedrängt wird. Das beste Beispiel dafür ist  wohl eindeutig der Verkehr, der gerade für Deutsche, die noch nie im  außereuropäischen Ausland waren, ein ganz schöner Schock sein kann.  Jedoch wird gerade frau durch ein Auslandsjahr hier eindeutig ganz von allein  selbstbewusster, weil es sich anders nicht überleben lässt, in einem Land, wo  man insbesondere als junge weiße Single-Frau oft angesprochen wird. Trotz dieser etwas negativ wirkenden Aspekte des Alltags ist es meiner  Meinung nach sehr ratsam, hier ein Auslandsjahr zu machen. Im Kollegium  der DSB wird man gut aufgefangen, wenn man Hilfe braucht, wird einem  geholfen. Die meisten Ägypter*innen, die ich traf, sind sehr höflich und  gastfreundlich, und versuchen, trotz eventueller Sprachbarriere, zu helfen. Ein  Auslandsjahr in Ägypten ist ohne Frage prägend, so wie jedes andere  Auslandsjahr auch. Wer interessiert an mehr Einblicken in eine arabische  Kultur ist, sollte auf jeden Fall darüber nachdenken, ein Auslandsjahr oder  wenigstens Praktikum oder ähnliches hier zu machen, wenn man die  Möglichkeit dazu hat. 

Sophia Steinbacher 

PS: ich bin erreichbar unter sophia.steinbacher@kjwnord.de , falls es noch  weitere Nachfragen gibt.

Erfahrungen im Blockpraktikum; Ria Sommer (2018)

Meine Erfahrungen als Praktikantin an der DSB 

In meinem Praktikum an der DSB Alexandria habe ich mich von Beginn an sehr gut  aufgenommen gefühlt. Anders als an vielen deutschen Schulen ist der Kontakt des  Kollegiums untereinander recht stark und so bekommt man als Gast direkt sehr viel mit,  was einem den Einstieg enorm erleichtert. Ich habe mich sehr gefreut, von Beginn an  Hilfestellung zu bekommen bei allen anstehenden Alltagsfragen und habe mich sehr schnell  gut integriert gefühlt. Auch die Bereitschaft der Kolleginnen und Kollegen, mich durch  Hospitation von ihrem Unterricht lernen zu lassen, war sehr hoch, viele sind sogar von sich  aus auf mich zugekommen und haben mir angeboten, mich in ihren Unterricht  mitzunehmen. Diese Offenheit und Hilfsbereitschaft hatte ich vorher nicht erwartet, da ich  von einigen Mitstudierenden weiß, dass sie in Deutschland schlechtere Erfahrungen  gemacht haben. Meine Sorge, in der Zeit meines Praktikums außerhalb der Schule einsam  oder auf mich gestellt zu sein, stellte sich also als vollkommen unbegründet heraus. 

Da dies mein erstes Schulpraktikum war, ging es mir vor allem darum, möglichst viele  unterschiedliche Klassen und Lehrerpersönlichkeiten kennen zu lernen und so für mich  herauszufinden, wie ich eigentlich zu dem Beruf stehe und mich später positionieren  möchte. Ich bin sehr froh gewesen mit dieser Entscheidung, da ich so sehr viel (kennen)  gelernt habe und nicht nur einen breiten Überblick über den Lehrerberuf, sondern auch über  die Schule gewinnen konnte. In den Stunden, die ich eigenständig gehalten habe, wurde  ich gut unterstützt. Ein bisschen schwierig war die Beschaffung von Material, da gerade in  meinen beiden Fächern Deutsch und Geschichte eine gute Bibliothek mit ausreichend  verschiedenen Lehrwerken und Anregungen hilfreich ist. Auch die Organisation von Internet  und Druckerzugang war leider ein bisschen problematisch. Jedoch konnte ich mit Hilfe der  betreuenden Kolleginnen und Kollegen die größten Probleme lösen. Abschließend bin ich  jedoch sehr zufrieden, mein Praktikum an der DSB absolviert zu haben. Ich habe hier 

deutlich mehr gelernt, als dies an einer Schule in Deutschland möglich gewesen wäre, nicht  nur über den Lehrerberuf bzw. meinen weiteren akademischen und beruflichen Weg,  sondern auch über mich selbst und meine zukünftige Lebensgestaltung. Ich kann trotz  einiger Stolpersteine jedem nur empfehlen, sein oder ihr Praktikum an dieser herzlichen  Schule zu machen, die mich mit offenen Armen aufgenommen hat. 

Meine Erfahrungen als Praktikantin in Ägypten 

Besonders als Frau ist man mit Ägypten zu Beginn sehr schnell überfordert. Das Leben auf  der Straße ist laut, chaotisch und lebendig und als westlich gekleidete Frau mit heller  Hautfarbe fällt man sehr auf. Das führt leider nicht nur zu sehr viel Aufmerksamkeit,  sondern häufig genug auch zu sexuell gemeinten Kommentaren oder sogar ungewollten  körperlichen Annäherungen. Gleichzeitig gilt die Öffentlichkeit auf der Straße jedoch als  sehr sicher, Kriminalität oder gar Gewalt ist kaum ein Thema und wenn man mit  irgendetwas Hilfe braucht, dann findet sich immer jemand, der auf einen zukommt und  diese anbietet. Der Verkehr ist jedoch besonders anstrengend, man muss sich erst einige  Zeit eingewöhnen um ohne Hilfe den Mut zu finden, eine Straße zu überqueren.  Nichtsdestotrotz durfte ich sehr viel Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft hier erleben und kann  jedem nur empfehlen, dieses großartige Land zu besuchen. 

Ich stehe sehr gerne für weitere Rückfragen zur Verfügung, Ria Sommer

Praktikum für DaF; Thomas Carl (2018)

Praktikum an der DSBA von Thomas Carl 

Ein promovierter Praktikant in seinen späten Fünfzigern an einer christlich geprägten  Deutschen Auslandsschule für Mädchen in einem arabischen Land, in einer in die Jahre  gekommenen antiken Weltstadt, deren Fassade bröckelt und Struktur modert. 

Zu viele Widersprüche? Mitnichten. Die Deutsche Schule der Borromäerinnen Alexandria – meine Wahl für das Berufspraktikum im Rahmen des DaF/DaZ Studiums an der PH  Freiburg. Eine gute Wahl, die sich für mich gelohnt hat, denn während meines knapp  dreimonatigen Aufenthalts war ich eingebunden in das quirlige Schulleben mit Unterricht,  Projekten und Ausflügen, aus denen reichlich Erfahrungen und Erkenntnisse zu schöpfen  waren. Allerdings in einer fordernden Zeitphase: ein Monat Ramadan, Ende des  Schuljahres, einsetzende mediterrane Sommerhitze. Das bedeutete übernächtigte, den  Ferien entgegenfiebernde Schülerinnen bei lärmenden Klimaanlagen. Nichts ist einfach,  aber alles ist möglich. 

Die Organisation und Durchführung meines Praktikums an dieser als exzellent  ausgezeichneten Schule verlief leise und rund, was in meinen Augen auf das solche  Institutionen kennzeichnende, gut abgestimmte Räderwerk aus Schulleitung, Verwaltung  und Lehrkollegium zurückzuführen ist. Ich fühle mich befugt zu dieser Feststellung, da ich in  meinem Alter Schule mit anderen Augen wahrnehme. Anders als zur eigenen, anders als zur Schulzeit der eigenen Kinder, anders als junge Lehramtsstudierende. Schule lehrt  einen, junge Menschen zu verstehen. Die bemerkenswerteste Beobachtung während des  ähnlich einer Querschnittsstudie angelegten Praktikums war die Persönlichkeitsentwicklung  der Mädchen von der ersten Klasse bis zum Abitur. Die Veränderung ihres Verhaltens im  Unterricht, ihrer Motorik und Gestik, ihrer Haltung zur Lehrperson, die Entwicklung ihres  Selbstbewusstseins. Wie sie lernen, in ihrem wachsenden sozialen Umfeld sprachlich zu  kommunizieren, wie sie in die Rolle einer Frau hineinwachsen und sich damit ihr Gebaren  ändert.

Ich bin dankbar für die Freundlichkeit der Lehrkräfte, mich hospitieren, assistieren und  eigenen Unterricht geben zu lassen. Eine Fokussierung auf eine Auswahl war zwar  unumgänglich, trotzdem konnte ich mir einen guten Einblick verschaffen, wie  unterschiedlich Unterricht abhängig von der Jahrgangsstufe, vom Fach und von der  Lehrperson ausfällt. Zu Tränen rührend in der ersten Klasse bei Frau Nadja Kamal, der  warmherzigsten Lehrerin mit dem strengsten Blick, als die Kinder auf die Frage „Wisst ihr  was ‚funkeln‘ bedeutet?“ mit lautem „Jaaaa, das haben wir in Musik gelernt“ antworteten  und die ganze Klasse anfing zu singen „Blinke, blinke kleiner Stern“. Mit einprägsamen  Eselbrücken für die deutsche Grammatik von Frau Monika Osman, und – obwohl sie sich  selbst als höchst unmusikalisch einschätzt – ihrer Eigenkomposition als dem vorläufigen  Eselbrücken-Höhepunkt „Mit Artikel mit N, ohne Artikel ….“ (mach Dich unsterblich, Monika  und schreib‘ bitte das Buch der „Eselsbrücken für die deutsche Grammatik“). Toleranz,  Kritikfähigkeit und Weltoffenheit fördernd im Sinne des Leitbildes der Schule mit  authentischen Unterrichtsmaterialien und mutigen Diskussionen in den Oberstufenklassen  von Herrn Heinrich Wöhrlin. Anschaulich erlebbar, wie das Motto „Time to Grow” in der  Abfolge der Sketchproben der 6a für den Deutschen Kulturabend. Entschuldigen muss ich  mich für den hartnäckigen Ohrwurm „Fata Morgana“, hoffe aber, dass mit ihm die Lernziele  meines fachübergreifenden Studienprojektes mit den Klassen 7a und 7b in den Köpfen  verankert bleiben. Besonderen Dank an die Lehrkräfte für ihre Projektunterstützung und  Applaus den Schülerinnen, die es nicht geschafft haben, dass ich sie nicht mehr mag, haha. 

Durch die Bereitschaft der Kollegen, ihr Wissen, ihre Erfahrungen und Einschätzungen in  zahlreichen Nachbesprechungen und informellen Rauchereckengesprächen zu teilen, habe  ich mich willkommen gefühlt. Und so mache ich mich auf den Heimweg, nicht ohne  meinerseits den Schülerinnen eine Erfahrung weiterzugeben, die mir bei den vielen  gehörten Referaten, Buchvorstellungen und Präsentationen in den Sinn kam: was man sagt  wird erst dann zur Wirklichkeit, wenn die anderen es verstehen. 

Keep your smile. One always meets twice. Da freu’ ich mich drauf.

Erfahrungen im Blockpraktikum; Laura Morgenstern (2019)

Vom 18.2. bis zum 23.3.2019 habe ich an der DSBA ein Praktikum für das Fach Sport  absolviert. 

Mit Christina Schatz hatte ich von Anfang an eine sehr engagierte und motivierte Betreuerin  und somit hat sich das Thema Unterkunft auch ganz schnell geklärt. Die ersten vier  Wochen habe ich im Deutschen Seemannsheim bei Karin und Markus gewohnt und hatte  dort mein eigenes kleines Zimmer. Danach bin ich bei einer Kollegin in einem WG-Zimmer  untergekommen und habe den Luxus eines 2-Minuten Schulwegs genießen können! In  beiden Unterkünften habe ich mich sehr wohl gefühlt. 

Meine Praktikumszeit begann mit dem Kennenlernen der Schule. In der ersten Woche habe  ich den Kindergarten und die Vorschule kennengelernt, war 2 Tage in der Grundschule und  habe dann 2 Tage die Sportlehrerkollegen beobachtet. Ab der 2. Woche ging es dann bei  Frau Schatz in den Sportstunden auch für mich los, ich durfte einige Stunden selber  gestalten und auch gemeinsame Teamteaching-Stunden wurden gehalten. Mit den 8.  Klassen haben wir das Fahrradfahren vertieft und mit den 10. Klassen habe ich im Bereich  Turnen 3 Wochen bis hin zur Notenvergabe gearbeitet. Auch Klasse 7b hat mir im  Weitsprung viel Freude bereitet. Fast am Ende der Praktikumszeit stand dann noch das  Sportfest an, was ich mit den SportlehrerInnen gemeinsam geplant und auch durchgeführt  habe. Auf jeden Fall eine tolle Erfahrung, die man in Deutschland nicht so einfach erlangt. 

Insgesamt habe ich in meinem Fachpraktikum in Sport 20 Stunden hospitiert und insgesamt  36 h unterrichtet. 

Meine Highlights in der Schulzeit waren die Klassenfahrt mit der Klasse 11G nach Kairo  inklusive Escape Room, Jump House, dem großen Basar und natürlich dem Pyramidenlauf.  Auch das Faschingsfest hat den Kindern große Freude bereitet, was toll war zu sehen. 

Freizeitmäßig hat Alexandria eine Menge zu bieten: die Freitagsausflüge zum Strand nach  Agamy, den Markt um die Mansheia, etliche Restaurants und Cafés laden zum Verweilen  ein, die Katakomben, das Nationalmuseum und auch einfach das Spazieren durch die  wilden Straßen und an der Corniche entlang. 

Ich habe mich in der Stadt immer sicher gefühlt, auch wenn es in den ersten Tagen sehr  ungewohnt war, dass man von fast jedem Menschen auf der Straße angeschaut wird, durch  das europäische Aussehen. Aber daran habe ich mich sehr schnell gewöhnt und auch  immer versucht mich den Normen im Land hier anzupassen. Durch die zwei anderen  Praktikanten, die mit mir zeitgleich an der Schule waren, habe ich auch einige ägyptische  Freunde kennengelernt und hatte sogar die Chance einen Wochenendausflug in die Wüste  nach Siwa zu machen. 

Großen Dank an Christina Schatz, die mich im Unterricht alles Ausprobieren lassen hat und  die Stunden mit mir gemeinsam nachbereitet hat! 

Vielen Dank für die tollen Erfahrungen, die weiterführenden Tipps für mein Lehrerin- Sein  und das liebevolle Aufnehmen in das Lehrerkollegium. Natürlich habe ich auch einige  Stunden in meinem Zweitfach Mathematik hospitiert, wodurch ich viel Input hinzugewonnen  habe. Danke an Frau Regelein für die Betreuung vor dem Praktikum und auch  währenddessen, und Danke an die 11G für die gemeinsame lustige Klassenfahrt nach  Kairo 

Diese Erlebnisse bleiben im Gedächtnis und machen Vorfreude auf meine eigenen  zukünftigen Schulklassen! 

Laura Morgenstern, Universität Leipzig