Die Geschichte der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Karl Borromäus

DIE GESCHICHTE DER BARMHERZIGEN SCHWESTERN VOM HEILIGEN KARL BORROMäUS

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Aktuelles 03 November 2026

Die Geschichte der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Karl Borromäus

Am 4. November feiern wir das Fest des heiligen Karl Borromäus. Heute möchten wir euch die Geschichte der Barmherzigen Schwestern erzählen, deren Tradition seit über vier Jahrhunderten von Liebe, Glauben und Nächstenliebe geprägt ist.

Unsere Ordensmission verbindet Glaube, Gebet und tatkräftiges Handeln. Wir helfen Armen, Kranken und Bedürftigen und setzen uns für die Erziehung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen ein. Für uns bedeutet Barmherzigkeit, anderen mit Liebe, Respekt und Hilfsbereitschaft zu begegnen.

Die Geschichte begann mit Joseph Chauvenel, einem jungen Mann, der in Nancy in Frankreich lebte. Er widmete sein Leben den Armen, Waisen und Notleidenden. Während des Dreißigjährigen Krieges und der Pestepidemie half er ihnen unermüdlich, bis er 1651 im Alter von nur 31 Jahren starb.

Sein Vater, Emmanuel Chauvenel, führte sein Werk fort und gründete 1652 das „Haus der Barmherzigkeit“ (Charité). Fünf Frauen bildeten dort eine Gemeinschaft, die sich den Bedürftigen widmete. Am 18. Juni 1652 wurde ihr Auftrag festgehalten: Kranke und hilfsbedürftige Menschen aufzusuchen, ihnen zu helfen und Trost zu spenden.

Die Gemeinschaft wählte den heiligen Karl Borromäus zu ihrem Schutzpatron. Im Jahr 1663 erhielt sie die offizielle kirchliche Anerkennung. Seitdem verbinden die Schwestern Gebet und Glauben mit ihrem Dienst an den Menschen.

Im Laufe der Jahrhunderte verbreitete sich ihre Arbeit in vielen Ländern Europas, darunter Frankreich, Deutschland, Österreich, Tschechien, Polen und Rumänien. Weitere Einrichtungen entstanden unter anderem im Heiligen Land, im Libanon, in Mexiko, Sambia, Tansania, Senegal und Sibirien.

In Ägypten begann die Mission 1884 in Alexandria und später auch in Kairo. Die Schwestern engagieren sich seitdem in Bildung, Erziehung, Gesundheitsversorgung und sozialer Fürsorge. Trotz vieler Herausforderungen setzen sie ihre Arbeit mit Ausdauer und Hingabe fort.

Auch in unseren Schulen und Kindergärten möchten wir euch dabei unterstützen, zu lernen, eure Persönlichkeit zu entfalten und füreinander da zu sein. Wir glauben, dass jeder Mensch Aufmerksamkeit, Trost und Hoffnung verdient.

Die Kraft für unseren Dienst schöpfen wir aus unserem Glauben, dem gemeinsamen Gebet und der Anbetung Gottes. Unsere Liebe zu Gott zeigen wir durch Hilfsbereitschaft, Aufmerksamkeit und Barmherzigkeit.

Deshalb laden wir euch ein, diese Werte jeden Tag zu leben: Unterstützt eure Mitschülerinnen und Mitschüler, begegnet euren Lehrkräften mit Respekt und achtet auf die Menschen um euch herum. Schon kleine freundliche Gesten können viel bewirken.

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