Praktikum an der DSB

In jedem Jahr hat die DSB einige Praktikantinnen und Praktikanten, die für wenigstens 5 Wochen als Modul, bis zu einem Semester, mit maximal 6 Monaten, ihr Schulpraktikum in Alexandria absolvieren. Das Spektrum der Praktikumsplätze reicht vom Kindergarten über die Grundschule, die Sekundarstufen I und II bis zur Fachoberschule und umfasst diverse Fächer. Die Praktika können zum Bachelour- und Masterstudiom angerechnet werden. Andere Praktikanten sind für den Zeitraum eines halben oder ganzen Jahres hier, um mit „kulturweit“ Erfahrungen zu sammeln. Dieses Langzeitpraktikum kann für ein Freiwilliges Soziales Jahr verwendet werden. Die Praktikanten werden an der DSB aktiv in das Schulleben integriert.

Damit wir geeignete Kandidaten auswählen können, benötigen wir ausführliche Bewerbungsunterlagen mit genauen Angaben zum Praktikumszeitraum und dem Praktikumsziel (Verhältnis von Hospitationen und eigenen Unterrichtsstunden, welche Fächer in welchem Stundenumfang) und einem tabellarischen Lebenslauf.

Für die Zeit des Praktikums wird dem Praktikanten / der Praktikantin ein erfahrener Lehrer zur Seite gestellt. Deshalb ist es für uns besonders wichtig, dass Sie uns genau mitteilen, welche Erwartungen Sie an das Praktikum haben und  welche Erfahrungen Sie bereits besitzen. Sie helfen damit, Fehlbesetzungen zu vermeiden und Ihr Praktikum gut zu organisieren.

Praktikanten können gelegentlich mit der Übernahme zusätzlicher Aufgaben, wie Aufsichten, Begleitung bei Ausflügen oder Mittagsbetreuungen beauftragt werden. Die Wochenarbeitszeit beträgt in der Regel 20 Unterrichtsstunden und wird nicht vergütet.

Da wir nur maximal vier Praktikanten in einem Zeitraum betreuen können, bitten wir um Verständnis für eventuelle Ablehnungen. Lassen Sie sich dadurch nicht entmutigen und versuchen Sie es im nächsten Jahr noch einmal.

Bei Fragen zum Praktikum bitte Mail an stellvertreterin@dsb-alexandria.de. Die stellvertretende Schulleiterin hilft Ihnen gerne weiter.

Als Praktikant im Rahmen eines Langzeitpraktikums oder eines FSJs ist man Unterrichtsassistent oder hat die Möglichkeit eine AG zu leiten. Man kann auch Unterrichtseinheiten anleiten und im Unterricht hospitieren. Der Einsatzbereich des Praktikanten erstreckt sich dabei über alle Einheiten der Schule, vom Kindergarten bis zur Oberstufe.

Ein Praktikum an der DSB ist auf Eigeninitiative oder mit dem Projekt „kulturweit“ möglich, für letzteres bewirbt man sich auf der Internetseite von „kulturweit“ (https://www.kulturweit.de/bewerbung). Das Praktikum mit „kulturweit“ gilt als FSJ. Damit wir geeignete Kandidaten auswählen können, benötigen wir ausführliche Bewerbungsunterlagen mit genauen Angaben zum Praktikumszeitraum und dem Praktikumsziel und einem tabellarischen Lebenslauf.

Praktikanten können gelegentlich mit der Übernahme zusätzlicher Aufgaben, wie Aufsichten, Begleitung bei Ausflügen oder Mittagsbetreuungen beauftragt werden. Die Wochenarbeitszeit beträgt in der Regel 20 – 30 Unterrichtsstunden und wird nicht vergütet.

Bei Fragen zum Praktikum bitte Mail an stellvertreterin@dsb-alexandria.de. Die stellvertretende Schulleiterin hilft Ihnen gerne weiter.

Erfahrungsbericht eines Lehramtspraktikanten

Im Zeitraum vom 11.09.2017 bis zum 10.10.2017 absolvierte ich ein Praktikum an der Deutschen Schule der Borromäerinnen in Alexandria. In meinem Fall war dies das erste Modul des Schulpraxissemesters für das Studium des höheren Lehramts an beruflichen Schulen, aber auch Praktika anderer Art und in allen Bereichen der Schule sind möglich.

Zum Land:

Ägypten hat eine ganz andere Kultur. Die Leute sind sehr herzlich und das Land hat Einiges zu bieten (Alexandria, Kairo, die Nordküste, Siwa (Wüste),…). Auch wenn man kaum oder gar nicht arabisch spricht, kommt man Dank Englisch sehr gut zu Recht und in der Schule und mit den Kollegen wird sowieso deutsch gesprochen.

Vor dem Praktikum:

Schon bevor das Praktikum losging, half mir die Schule einige Rahmenbedingungen zu klären. Dazu zählten vor allem Planung des Praktikums, die Unterkunft und die Fahrt vom Flughafen zur Unterkunft. Untergebracht war ich im Gästehaus des Pelizäusheims, in dem sich die dort wohnenden Nonnen großartig um alles kümmerten. Gerade die Lage vom Pelizäusheim war sehr gut und der Garten ist wunderschön und eine richtige Besonderheit in Ägypten. Dazu Frühstück, Mittagessen und Abendessen sowie Wäsche waschen inklusive. Ich war wirklich begeistert von meiner Unterkunft und den dort lebenden Leuten! Als weitere Unterkunft kann ich auch das Seemannsheim wärmstens empfehlen. In Alexandria lernte ich am ersten Tag erstmal meine Unterkunft sowie die nähere Umgebung kennen. Dabei halfen mir auch die Nonnen sehr, die unter anderem den Schulweg mit mir abgingen und mir auch die Schule zeigten.

Das Praktikum:

Die erste Woche sieht bei allen Praktikanten sehr ähnlich aus. Um die Schule, ihren Aufbau und das gesamte drum herum erstmal kennenzulernen, begleitet man die ersten Tage nicht Lehrer sondern Klassen. Es wird dabei zum einen versucht die Klassen verstärkt zu begleiten bei denen man später auch eingesetzt wird (in meinem Fall die FOS) um diese schon kennenzulernen, zum anderen wird versucht kleine Einblicke in alle anderen Bereiche der Schule (Gymnasium, Grundschule,…) und auch andere Fächer zu geben. Anschließend begleitet man jeweils einen Tag die Lehrer die einen für den Zeitraum des Praktikums betreuen. Man begleitet nicht nur eine Lehrperson sondern mehrere, um zum einen andere Lehrmethoden kennenzulernen und zum anderen um die Lehrer zu entlasten. In einem dritten Schritt wird ein eigener Stundenplan erstellt. Hierbei kann sehr auf die eigenen Wünsche eingegangen werden. Sehr schnell geht es dann von passiv hospitierten zu teilweise aktiv und aktiv hospitierten Unterrichtsstunden. Dabei hatte ich dauerhaft das Gefühl unterstützt zu werden und spürte das Vertrauen der anderen Lehrer. Über meine betreuenden Lehrer hinaus hatte ich das Gefühl in einem guten Lehrerkollegium gelandet zu sein. Alle waren sehr herzlich, man konnte mit jedem gut reden und auf Wunsch den Unterricht besuchen. Auch in der Freizeit unternahm man einiges miteinander. Neben den eigenen Fächern kann ich nur empfehlen sich auch AGs anzuschauen und bei Veranstaltungen aller Art mitzumachen, die angeboten werden.

Nach dem Praktikum:

Rechtzeitig wurde schon das Ende des Praktikums vorbereitet. Dokumente, Taxi buchen, Kosten für verschiedenen Sachen und vieles mehr wurden besprochen und erledigt. Man nahm sich viel Zeit zu reflektieren, was gut und was weniger gut ablief, um kommenden Praktikanten noch besser entgegen kommen zu können und sich selbst zu verbessern. Für mich war das Praktikum eine große Bereicherung.

Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung unter Baumert@web.de.

Felix Baumert

In meinem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) an der DSBA wurde ich vielfältig eingesetzt. Von Kindergarten und Vorschule bis Schulband (8.-12. Klasse) war somit ziemlich viel vertreten. Größtenteils war ich in der Grundschule im Deutsch-, Mathematik- und Musikunterricht. Dabei habe ich recht viel hospitiert, aber auch in vielen Klassen (u.a. projektweise) aktiv im Unterricht mitgewirkt. So habe ich zum Beispiel kleine Gruppen aus der Klasse genommen und mit ihnen dasselbe gemacht, was im Unterricht behandelt wurde. Im Musikunterricht habe ich z.B. Xylophonunterricht gehalten oder auch das Weihnachtsoratorium behandelt. Sowohl die Schulband als auch den Kinderchor habe ich mit angeleitet, letzteres jedoch nicht allein. Anfangs war ich auch Mitglied des Kammerchors der DSB. All diese Arbeit hat mir sehr bei der Suche nach meinem möglichen zukünftigen Beruf geholfen.

Von „kulturweit“, dem Projekt, mit dem ich hier bin, gibt es auch ein Zwischenseminar. Dieses fand in meinem Fall in Hammamet, Tunesien statt. Dort traf ich im November 2017 auf 9 andere Freiwillige aus Tunesien, Jordanien, Palästina und auch aus Ägypten. Dieses Zwischenseminar geht 5 Tage lang und geht spezieller auf die jeweiligen Kulturkreise ein, in denen sich die jeweiligen Länder befinden. Außerdem werden und wurden wir Freiwilligen darin unterstützt, eigene Projektideen zu entwickeln. Neben diesem Zwischenseminar gibt es auch ein Vor- und Nachbereitungsseminar, die beide für alle Freiwilligen des aktuellen Jahrgangs (weltweit, aber alle vom Projekt „kulturweit“) am Werbellinsee bei Berlin stattfinden.

In meiner Freizeit habe ich häufig etwas mit Kollegen oder Freunden unternommen. Da Alexandria für seine Kaffee-Kultur bekannt ist, war ich häufig in Kaffees. Da aber insbesondere mit AG‘s der Schultag recht lang war, war ich meist recht ausgelaugt nach der Arbeit und brauchte erst mal eine Pause. Dennoch habe ich hier sehr viele nette Menschen kennengelernt, mit denen ich auch viel in meiner Freizeit machte.

Wenn man ein Auslandsjahr in Alexandria beziehungsweise Ägypten im Allgemeinen machen möchte, muss man fest damit rechnen, dass man von vornherein aus seiner Komfortzone gedrängt wird. Das beste Beispiel dafür ist wohl eindeutig der Verkehr, der gerade für Deutsche, die noch nie im außereuropäischen Ausland waren, ein ganz schöner Schock sein kann. Jedoch wird gerade frau durch ein Auslandsjahr hier eindeutig ganz von allein selbstbewusster, weil es sich anders nicht überleben lässt, in einem Land, wo man insbesondere als junge weiße Single-Frau oft angesprochen wird.

Trotz dieser etwas negativ wirkenden Aspekte des Alltags ist es meiner Meinung nach sehr ratsam, hier ein Auslandsjahr zu machen. Im Kollegium der DSB wird man gut aufgefangen, wenn man Hilfe braucht, wird einem geholfen. Die meisten Ägypter*innen, die ich traf, sind sehr höflich und gastfreundlich, und versuchen, trotz eventueller Sprachbarriere, zu helfen. Ein Auslandsjahr in Ägypten ist ohne Frage prägend, so wie jedes andere Auslandsjahr auch. Wer interessiert an mehr Einblicken in eine arabische Kultur ist, sollte auf jeden Fall darüber nachdenken, ein Auslandsjahr oder wenigstens Praktikum oder ähnliches hier zu machen, wenn man die Möglichkeit dazu hat.

Sophia Steinbacher

PS: ich bin erreichbar unter sophia.steinbacher@kjwnord.de , falls es noch weitere Nachfragen gibt.

Meine Erfahrungen als Praktikantin an der DSB

In meinem Praktikum an der DSB Alexandria habe ich mich von Beginn an sehr gut aufgenommen gefühlt. Anders als an vielen deutschen Schulen ist der Kontakt des Kollegiums untereinander recht stark und so bekommt man als Gast direkt sehr viel mit, was einem den Einstieg enorm erleichtert. Ich habe mich sehr gefreut, von Beginn an Hilfestellung zu bekommen bei allen anstehenden Alltagsfragen und habe mich sehr schnell gut integriert gefühlt. Auch die Bereitschaft der Kolleginnen und Kollegen, mich durch Hospitation von ihrem Unterricht lernen zu lassen, war sehr hoch, viele sind sogar von sich aus auf mich zugekommen und haben mir angeboten, mich in ihren Unterricht mitzunehmen. Diese Offenheit und Hilfsbereitschaft hatte ich vorher nicht erwartet, da ich von einigen Mitstudierenden weiß, dass sie in Deutschland schlechtere Erfahrungen gemacht haben. Meine Sorge, in der Zeit meines Praktikums außerhalb der Schule einsam oder auf mich gestellt zu sein, stellte sich also als vollkommen unbegründet heraus.

Da dies mein erstes Schulpraktikum war, ging es mir vor allem darum, möglichst viele unterschiedliche Klassen und Lehrerpersönlichkeiten kennen zu lernen und so für mich herauszufinden, wie ich eigentlich zu dem Beruf stehe und mich später positionieren möchte. Ich bin sehr froh gewesen mit dieser Entscheidung, da ich so sehr viel (kennen) gelernt habe und nicht nur einen breiten Überblick über den Lehrerberuf, sondern auch über die Schule gewinnen konnte. In den Stunden, die ich eigenständig gehalten habe, wurde ich gut unterstützt. Ein bisschen schwierig war die Beschaffung von Material, da gerade in meinen beiden Fächern Deutsch und Geschichte eine gute Bibliothek mit ausreichend verschiedenen Lehrwerken und Anregungen hilfreich ist. Auch die Organisation von Internet und Druckerzugang war leider ein bisschen problematisch. Jedoch konnte ich mit Hilfe der betreuenden Kolleginnen und Kollegen die größten Probleme lösen. Abschließend bin ich jedoch sehr zufrieden, mein Praktikum an der DSB absolviert zu haben. Ich habe hier deutlich mehr gelernt, als dies an einer Schule in Deutschland möglich gewesen wäre, nicht nur über den Lehrerberuf bzw. meinen weiteren akademischen und beruflichen Weg, sondern auch über mich selbst und meine zukünftige Le­bensgestaltung. Ich kann trotz einiger Stolpersteine jedem nur empfehlen, sein oder ihr Prak­tikum an dieser herzlichen Schule zu machen, die mich mit offenen Armen aufgenommen hat.

Meine Erfahrungen als Praktikantin in Ägypten

Besonders als Frau ist man mit Ägypten zu Beginn sehr schnell überfordert. Das Leben auf der Straße ist laut, chaotisch und lebendig und als westlich gekleidete Frau mit heller Hautfarbe fällt man sehr auf. Das führt leider nicht nur zu sehr viel Aufmerksamkeit, sondern häufig genug auch zu sexuell gemeinten Kommentaren oder sogar ungewollten körperlichen Annäherungen. Gleichzeitig gilt die Öffentlichkeit auf der Straße jedoch als sehr sicher, Kriminalität oder gar Gewalt ist kaum ein Thema und wenn man mit irgendetwas Hilfe braucht, dann findet sich immer jemand, der auf einen zukommt und diese anbietet. Der Verkehr ist jedoch besonders anstrengend, man muss sich erst einige Zeit eingewöhnen um ohne Hilfe den Mut zu finden, eine Straße zu überqueren. Nichtsdestotrotz durfte ich sehr viel Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft hier erleben und kann jedem nur empfehlen, dieses großartige Land zu besuchen.

Ich stehe sehr gerne für weitere Rückfragen zur Verfügung, Ria Sommer

Sylvia Regelein

Sylvia Regelein, Betreuerin der Praktikanten

stellvertreter@dsb-alexandria.de