Mediation

Wir sorgen für glückliche Gesichter! Wir helfen euch, in schwierigen Situationen Lösungen zu finden! Wir sind immer für euch da, ihr könnt mit euren Sorgen zu uns kommen! Das sind Wir, die Schülerinnen aus den Klassen 7 bis 12, die sich zu Mediatorinnen/Streitschlichterinnen ausbilden lassen.

Unsere Ziele sind:

  • Streitpunkte erkennen,
  • am Konflikt arbeiten,
  • eigene Standpunkte überdenken,
  • Kompromisse finden,
  • Konfliktlösungen ohne Niederlage.

2017 Mediation

Mediation (Vermittlung) ist die Bezeichnung für ein Konfliktlöseverfahren, bei dem unparteiische Dritte zwischen Streitparteien vermitteln, wenn diese nicht allein zu einer konstruktiven Lösung kommen. Da Konflikte nur dann längerfristig beigelegt sind, wenn alle am Streit Beteiligten einen Beitrag zur Lösungsfindung leisten, ist es das Ziel von Mediation, eine möglichst einvernehmliche Lösung für den Konflikt zu finden. Dabei ist es die Aufgabe der Mediatoren und Mediatorinnen (Lehrer und Lehrerinnen) beziehungsweise Streitschlichter und Streitschlichterinnen (Schüler und Schülerinnen), die Streitparteien bei der konstruktiven Konfliktbearbeitung zu unterstützen, indem sie z.B. den Gesprächsprozess strukturieren und begleiten.

Mediation in der Schule stellt eine Erweiterung vorhandener Ansätze zum sozialen Lernen dar. Mediationsprogramme gehören als elementare Bausteine zum Erziehungsauftrag, den die Schule neben dem Bildungsauftrag hat. Um den Erfolg, die Kontinuität und die Längerfristigkeit eines solchen Projekts zu gewährleisten, ist eine vorausschauende Planung bezüglich der Installation unerlässlich. Der Ansatz der Mediation sollte in andere pädagogisch-erzieherische Maßnahmen an der Schule eingebettet werden. Außerdem trägt eine positive unterstützende Einstellung des gesamten Kollegiums zur institutionellen Verankerung der Mediation an der Schule bei. Aufbauend auf den BLI-Berichtsempfehlungen und den o.g. Tatsachen entsteht auch an unserer Schule die Notwendigkeit, Mediatoren und Streitschlichter auszubilden und zu etablieren.

Information und Motivation

  • Informieren und Motivieren der Funktionsträger,
  • Informieren und Motivieren bestimmter Schülergruppen,
  • Einführung in das Programm und Motivieren des Kollegiums,
  • Informieren der Schüler über geplante Streitschlichterausbildung,
  • Informieren aller Schulgremien.

Installation des Konzeptes im Schulprogramm

Zur Sicherung der Langzeitperspektive ist die Schaffung von Rahmenbedingungen und die Unterstützung des Kollegiums unerlässlich. Dafür gilt als Voraussetzung ein Grundsatzbeschluss der Schulkonferenz oder der Lehrerkonferenz.

  • Gewährleistung von personellen Ressourcen: An der Schule übernimmt ein in Mediation fortgebildeter Lehrer die Ausbildung und Betreuung der Schüler. Die investierte Zeit wird bei der Unterrichtsverpflichtung angerechnet. Eine fixe Sprechstunde ist empfehlenswert.
  • Es muss eine räumliche Möglichkeit für eine angenehme und konstruktive Gesprächsmöglichkeit geschaffen werden.
  • Einbettung des Programms in bereits vorhandene thematisch verwandte Programme, z.B. SMV.
  • Kopplung des Programms mit anderen sozialen und unterrichtlichen Aktivitäten und Themen, z.B. Projektwoche.
  • Reflexion des Schulentwicklungsprozesses, z.B. veränderte Lehrerrolle, weitere Formen der Schülerbeteiligung, Hausordnung, usw.
  • Themenbezogene schulexterne / schulinterne Fortbildung.
  • Ausbildung von Schülerinnen / Schülern zu Streitschlichtern.

 Entscheidung und Zusammensetzung der Streitschlichtergruppe

  • Es muss darauf geachtet werden, dass möglichst verschiedene Schülergruppierungen vertreten sind.
  • Schülerinnen und Schüler, die situativ selbst Verhaltensschwierigkeiten haben, sind als Schlichter ungeeignet.
  • Den Schülerinnen und Schülern muss die zu erwartende zeitliche Belastung und Verantwortung bekannt gemacht werden.
  • Die Zustimmung der Eltern ist zwingend erforderlich.

Leiter der Arbeitsgemeinschaft ist der Mediator der Schule. Teilnehmer: Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 10. An einem Methodentag zum Thema Streitschlichter werden den zukünftigen Streitschlichtern die Rahmenbedingungen ihrer Ausbildung, die notwendigen persönlichen Voraussetzungen und Anforderungen bewusst gemacht. Die interessierten Schülerinnen und Schüler geben einen vollständig ausgefüllten Bewerbungsbogen ab (Termin: Anfang November). Die Basisausbildung der Streitschlichter umfasst wöchentlich zwei Stunden für drei Monate (Termin: Ende Januar). Am Ende der o.g. Phase wählt sich der Mediator zwei besonders engagierte Streitschlichter (möglichst aus der Oberstufe), die ihn bei der Leitung der AG unterstützen.

Mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres nehmen die Streitschlichter ihre Tätigkeit auf. Die Gespräche finden in den Pausen statt. Bei eventuellen Verspätungen zum nachfolgenden Unterricht werden die Lehrer um Verständnis gebeten. Die Streitschlichter werden im täglichen Schulbetrieb für jeden äußerlich erkennbar sein.

Empfehlenswert ist das Verfahren von Klassenpatenschaften nach folgendem Schema:

Streitschlichter Patenklasse
Klasse 7 1 bis 3
Klasse 8 4 bis 6
Klasse 9 7 und 8
Klasse 10 9 bis 12

 

Es wird eine Liste der Namen der aktiven Streitschlichter und deren Patenklassen erstellt und öffentlich gemacht. Die AG findet 14-tägig, mit den Schwerpunkten Betreuung und Fortbildung der Streitschlichter sowie Besprechung spezieller Probleme statt.

Im jeweils darauf folgenden Schuljahr wird der oben beschriebene Prozess für die neuauszubildenden Streitschlichter wiederholt. Die schon ausgebildeten Streitschlichter werden mit einbezogen, weiterhin betreut und fortgebildet. Nach einem Jahr Tätigkeit in der AG wird ein Austausch mit Streitschlichtern der anderen deutschen Schulen im Land angestrebt. Am Ende eines jeden Schuljahres erfolgt eine schriftliche Evaluation.

Sr. Andrea

Sr Andrea, Mediatorin

sr.andrea@dsb-alexandria.de